Sebastian Kneipp (1821 bis 1897)

Sebastian KneippSebastian Kneipp wurde am 17. Mai 1821 in Stephansried als Sohn eines Webers geboren. Er wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf, die es im Grunde ausschlossen, dass er je eine höhere Schule geschweige denn das Gymnasium besuchen konnte.

Als dann auch noch das elterliche Anwesen bei einem Brand nahezu vollständig zerstört wurde, schien sein Traum geplatzt zu sein.

Dennoch versuchte Kneipp es - zunächst vergebens. Im benachbarten Grönenbach konnte er 1842 bei Pfarrer Merkle zunächst Latein erlernen und erhielt von ihm alles notwendige Wissen für die Einschulung ins Gymnasium. Nebenbei verdiente sich Kneipp bei den ansässigen Landwirten das notwendige Geld für seinen weiteren Lebensweg. Endlich konnte er 1844 "eingeschult" werden.

Nach dem erfolgreichen Gymnasium-Abschluss konnte er 1848 das Theologiestudium in Dillingen an der Donau beginnen.

Bereits jetzt erkrankte Kneipp an der Lungentuberkulose. Während seines Aufenthaltes in München fand er in der dortigen Universitätsbibliothek das Buch des Arztes Johann Sigmund Hahn „Von der Kraft und Wirkung des frischen Wassers in die Leiber der Menschen". In diesem Buch fand er die medizische Lösung zur Behandlung seiner Lungentuberkulose. Im November 1849 machte daher erstmals kalte Bäder in der Donau und kann sich von der Tuberkulose dank des kalten Wassers heilen.

Gesund kann er sein Studium abschließen und wird 1852 in Augsburg zum Priester geweiht. Neben verschiedenen Kaplansstellen wird er 1855 als Beichtvater des Dominikanerinnenklosters nach Wörishofen versetzt.

In den folgenden Jahren gibt Kneipp kleine Schriften heraus über Themen der Landwirtschaft, Vieh- und Bienenzucht.

Im Jahre 1881 erhält er zusätzlich noch die Pfarrstelle Wörishofen.

1885 wird sein erstes Buch "Meine Wasserkur" veröffentlicht. Weitere Veröffentlichungen folgen in den nächsten Jahren.

1888 wird das erste Badehaus eröffnet.

1891 wird das Sebastianeum eröffnet, ein Kurhaus für die Geistlichkeit.

1893 wird ein weiteres Haus von Sebastian Kneipp eröffnet: die Kneippsche Kinderheilstätte. Im gleichen Jahr wird Kneipp von Papst Leo XIII zum Päpstlichen Geheimkämmerer ernannt und darf nun den Titel "Monsignore" tragen.

1894 reist Kneipp nach Rom zu Papst Leo XIII und behandelt diesen mit Waschungen.

1895 ist Richtfest am Kneippianum. Das Gebäurde ist eine weitere Spende von Sebastian Kneipp.

Am 17. Juni 1897 stirbt Sebastian Kneipp.